Mittwoch, 20. August 2014

Was bisher geschah

Ich hab einfach mal ein paar Bilder, wie immer, was so in letzter Zeit los war:

Wir waren bei Ikea in Netanya und haben ein bisschen geshoppt :) 

Rollstuhlralley am Shabbat, ist ja sonst nichts los - der Einkaufswagen kam dann auch noch irgendwann dazu, über das ganze Gelände. Das hat die lieben Menschen aus dem Elternheim (sagt man hier so zu Seniorenheim) mal wieder ein Lachen auf die Lippen gezaubert. 

Frühstück von der Arbeit mit KÄSE!!!! (da war ich auf Entzug, seit ca 1 Woche nichts richtiges mehr auf dem Brot gehabt bis auf white cheese oder Humus)

Um 22 Uhr sind wir losgezogen, um meine Couch vom Sperrmüll zu holen. Jetzt steht sie in meinem Zimmer :)

Hab ein bisschen Farbe in mein Zimmer gebracht

Heute Geburtstagsparty auf Arbeit von unseren August Geburtstagskindern (sitzen alle am Tisch, ca. 13 Leute) 


Arbeit ist das Stichwort: Damit man mal eine Vorstellung hat, wie meine Arbeitsplatz so von innen aussieht, hab ich heute mal ein paar Bilder gemacht. 

Na wer kann es lesen?? Mitbach - Küche
mein Aufenthaltsort Number One :)

Es muss ja alles koscher sein und deshalb darf man Milchprodukte nicht mit dem gleichen Besteck und den gleichen Tellern & Co. essen wie die Fleischgerichte . Um diese von einander zu trennen, gibt es dieses Loch im Besteck und verschiedene Farben von Tellern und Schüsseln. Mit Loch gibt es morgens, also Milchprodukt-Zeit und ohne mittags, also Fleisch-Zeit.

Deshalb auch 2 Waschbecken, da diese nicht im gleichen Waschbecken abgewaschen werden dürfen. Links morgens, rechts mittags.

Der Speisesaal und Aufenthaltsort

Für unseren lieben Bewohner ist dies the most important corner. Da ist der Fernseher und die Bespaßungsfrau liest ihnen dort immer die Zeitung vor. Die meisten schlafen eh nur. 

Alles selbstgemachte Bilder von den Leuten hier. Ze joffie (Die sind super!)

Wenn es sich ergibt, werde ich mal über einzelne Leute hier schreiben. Ich muss alle erstmal noch besser kennenlernen. Einige Leute sprechen jiddisch oder deutsch, was mir manchmal alles ganz schön vereinfacht. Mir macht es riesen Spaß den Bewohnern eine Freude zu machen, indem ich anfange ihre Sprache zu sprechen. Es macht ihnen auch Spaß mir neue Wörter beizubringen und es ist so niedlich, dass sie sich so sehr freuen, wenn man ihnen einfach nur sagt: "Du bist schön." (At jaffa) Ze joffie :) 




Donnerstag, 14. August 2014

TOP 5 der Dinge, die das Leben in Israel erleichtern

1. Werde Vegetarier (Fleisch ist das teuerste hier überhaupt) oder sogar Veganer (Milchprodukte sind genauso teuer)

2. Kauf dir lieber kein Auto, außer du stehst auf den Adrenalinkick beim Autofahren

3. Lerne auf hebräisch ein bisschen Smalltalk, so wie: "Boker tow" (Guten Morgen), "Ma nischma?" (Wie geht's?), "Beseder, we at(f)/ata(m)?" (Alles gut bei mir, alles ok, und bei dir?) und das wichtigste (!) - "Toda raba!" (Vielen Dank!) 
So zaubert man den Leuten ein Lächeln ins Gesicht und alle lieben dich :) Wenn du ein Volontär sein solltest, dann erzähl ihnen das. Dann bist du der Held des Tages

4. Wenn deine Haare dunkel sind, dann färb sie dir blond. Blonde Frauen sind sehr beliebt, besonders bei den Arabern. So bekommt man beim Schuk (Markt) öfter mal was gratis ;)

5. Sei immer direkt und renne jedem hinterher, wenn du ein Anliegen hast. In Deutschland wirkt das nervend, aber hier ist das voll normal

P.S. Ich hab seit ein paar Nächten wieder ein richtiges Fenster, also ohne Loch !!! 

Samstag, 9. August 2014

Tel Aviv

Ich war in den letzten Tagen jetzt ein paar Mal am Strand (2x haha) und hab erst auf den Bildern vom Strand gesehen wie wunderschön es da ist. Wenn man da ist, sind so viele Eindrücke auf einmal. Ich finde es so komisch, dass der Strand mega voll ist, obwohl an diesem Tag die Feuerpause aufgehoben wurde. Bisher habe ich nicht nochmal ein Raketenalarm erlebt. Man merkt echt, dass viele Beter hinter einem stehen und man nicht alleine hier ist. Danke dafür an dieser Stelle :)

So und damit ihr auch die Schönheit Tel Avivs sehen könnt, ein paar wenige Bilder



Die Strandcrew von Freitag - v.l. oben: Johannes (katan), Paul, Johannes (gadoll); Mitte: ich, Jakob; unten: Laura, Deborah (die markierten sind in meiner WG)


P.S. Mein Fenster ist immer noch nicht repariert. Israel (unser Hausmeister) hat gesagt, dass er es Sonntag macht. Wer weiß, wer weiß ;)

Mittwoch, 6. August 2014

news

Morgen soll endlich mein Fenster repariert werden !!! Juhuu

Sonntag, 3. August 2014

Ankunft

Endlich bin ich in Petach Tikvah. Echt super schöne Stadt. Wir sollten um 9 Uhr aus Jerusalem abgeholt werden von den alten Volontären, aber da gab's etwas Probleme bei der Kommunikation untereinander, so dass sie dachten, wir müssen um 11 Uhr abgeholt werden. Dementsprechend spät kam dann auch unser Abholdienst. Um 10.30 Uhr ging es dann endlich mit Taxi zum Busbahnhof in Jerusalem und von dort aus mit Bus Richtung Haifa. In Petach Tikvah hat uns dann ein anderer Volo mit Taxi abgeholt und wir sind dann um ca 13 Uhr in der WG gewesen. 

Mein erster Eindruck: wow ... Anders kann ich es nicht in Worte fassen. Einfach nur wow. So anders als ich es mir gedacht habe. Alles in einer Etage, aber ich glaube die Bilder sprechen für sich. Mehr brauch ich da nicht sagen. 

Blick in mein Zimmer

Sieht man das Loch im Fenster? Ja... ein Loch ;) 


Falls mich mal jemand besuchen kommen möchte


Wohnzimmer/Flur/Durchgangszimmer

Chillcouch

Küche

Toiletten



die Dusche


Terrasse mit selbstgebauter Bar

unser Garten :)

Unser Haus von außen - baruch habaim

Das Gelände

Unser Einkaufswagen

Die Klimaanlage

Übrigens waren wir heute in der Mall (Shopping Center). Als wir gerade ins oberste Geschoss kamen, forderte ein Mann uns auf Hebräisch auf in den Bunker den Gang entlang zu gehen. Alle sind in den Gang gerannt und wir nur so: HÄ? Dann hat er auf Englisch erklärt, dass Raketenalarm ist. In der Mall war's so laut, dass man die Durchsage nicht gehört hat. Manche waren voll aufgeregt und andere voll gechillt, so wie wir. Hab das gar nicht so wahrgenommen.

Freitag, 1. August 2014

Spannungen

Also bisher hab ich echt wenig mitbekommen vom Konflikt in Israel. Man merkt extrem die Anspannungen bei den Juden und Arabern.

Zum Beispiel ist heute Erev Shabbat (der Abend vor Shabbat) und dieser Abend ist den Juden heilig. Wir sind dann zur Klagemauer gelaufen und haben dort hat uns eine Reisegruppe angeboten, mit ihnen israelischen Volkslieder zu singen und zu tanzen. Als letztes kam dann (endlich) das Lied "Hava Nagila", das einzige Lied, was ich mitsingen und ein bisschen mittanzen kann. Darauf habe ich mich die ganze Zeit gefreut. Dann (!) kam eine mega strenggläubige Jüdin, hielt ihre Tora hoch und erzählte uns etwas davon, dass es ein heiliger Ort ist und dass Frauen und Männer nicht zusammen tanzen dürfen. Denn es gab einen Außenkreis mit Frauen und einen Innenkreis mit Männern. Das Problem war nur der 2. Innenkreis von dem Staff dort. Das waren Männer und Frauen zusammen... Dann war's vorbei mit der Tanzerei ...

Eben hat sich ja etwas ereignet, was ich hier in Jerusalem noch nicht erlebt habe. Juden gegen Araber sag ich euch... Die ganze Straße war voller Rauch. Die haben sich die ganze Zeit bombardiert mit Böllern und das direkt vor unserem Hostel.

Montag, 28. Juli 2014

Erste Eindrücke

Gestern waren wir 7.45 Uhr am Flughafen in Berlin, um einzuchecken und sonstiges... Dort wurden uns viele Fragen gestellt. Hier nur ein paar Beispiele: Warum ich nach Israel fliege? Mit welcher Organisation? Wie lange? Wie meldet man sich bei der Organisation an? Wer hat meinen Koffer gepackt? War ich schon mal in Israel? Besuchen mit Freunde und Familie? Wann?

Bei der Sicherheitskontrolle wurde ich gefragt, ob ich denn Rauschmittel dabei hab. Ich hab erstmal angefangen laut zu lachen. Das hat mich natürlich verdächtig gemacht und ich wurde besonders stark beobachtet haha

Unser kleiner Pechvogel Johannes hat sein Koffer abgeschlossen und wurde zurück zur Sicherheitskontrolle geholt. Da hat er ihn geöffnet und als wir hier ankamen im Hospiz, hat er festgestellt, dass sein Zahlencode geändert wurde. Das hieß aufbrechen... Er ist auch bei mir in der WG. Langweilig wird mir also nicht werden. :)

Momentan ist hier Ramadan in der Altstadt von Jerusalem und deshalb konnten wir nach 17 Uhr nicht mehr mit Bus in die Stadt fahren. Das hieß, dass wir 2 Berge zu Fuß laufen mussten mit Gepäck... Danach waren wir mehr als müde und haben uns erstmal eine Falafel gegönnt. War richtig lecker. Bilder kommen davon auch noch. 

Heute waren wir auf dem Ölberg und sind dann noch ein bisschen durch Jerusalem gelaufen. Dieses Land ist echt faszinierend. I'm in looove ♥ 

Die Bilder sind etwas ungeordnet, aber ich schreib ja hin, was man sieht

Abschied am Flughafen


Unser Flieger von El Al

Das war zu sehen als man dann in den Flughafen rein kam

Der Flughafen mit Dina

Unser Zimmer im Hostel (früher Hospiz)
Mein Bett

Unsere Unterkunft für die nächsten paar Tage



Ramadan

ein israelisches Getränk bestehend aus Slush Eis, Kräutern und Pfefferminz, schmeckt ein bisschen nach alkoholfreien Mojito

Falafel mit Pita Brot und Humus, Karotten, Gurken und Tomaten und Auberginenpaste

Unser kleiner Pechvogel Johannes :) 


Blick vom Ölberg auf Jerusalem

Schön schief :)

Bar mizwa Feier in Jerusalem an der Klagemauer

Die Klagemauer

schon wieder Falafel ...
und noch ein Video von der Bar mizwa: 


Samstag, 26. Juli 2014

Abschied

Gestern war meine Abschiedsfeier und dort haben Freunde und Verwandte mir nette Videos gemacht als Erinnerung und um sich auch von mir zu verabschieden. Das hier ist mein Lieblingsvideo haha


Samstag, 12. Juli 2014

Reiseabenteuer

Ich und reisen… das ist immer ein riesen Abenteuer. Allein schon ein kurzer Trip nach London war von vorn bis hinten chaotisch und abenteuerlich. Dafür macht es umso mehr Spaß :) Jetzt fragt man sich natürlich, warum ich sowas schreibe, obwohl ich noch nicht mal in Israel bin. Ganz einfach: Ich bin die nächsten Tage in Hannover beim Einführungsseminar. Dort komme ich mit vielem Umsteigen hin, was schon ein Abenteuer an sich ist mit so viel Gepäck. Ich habe mir gedacht, dass ich von Brandenburg fahre, da dort der Zug später kommt. Auf dem Weg dorthin, gibt es immer ein paar Stellen, wo die Zeit sich mal verzögern könnte. 

Zum Beispiel der Bahnübergang, wo eigentlich permanent die Schranken unten sind. Wir sind extra früh gestartet. Auf den Straßen war kaum was los… Bis wir zu DEM Bahnübergang kamen. In der Kurve zuvor bildete sich schon eine Schlange, also hieß es für uns, es kommt ein Zug. Aber die Schlange blieb ganz schön lange, kaum hat sich was bewegt, aber von der Gegenseite kamen uns schon Autos entgegen. Als wir ausgestiegen sind, um zu gucken was denn los sei, sahen wir Blaulicht. Was Besseres gibt es ja kaum. Wir hatten zwar noch 25min, aber bis zum Bahnhof brauchte man von dort mindestens 10min inkl. Ampeln. 

Von der anderen Seite kamen immer mehr Autos und auf unserer Seite ging nichts vorwärts. Das mit dem Umsteigen ist so kompliziert, weil ICE zu teuer ist, und von daher war es auch kompliziert wieder eine Verbindung zu finden. Ich habe erstmal gebetet und dann vergebens versucht, eine neue Verbindung zu finden. Kurze Zeit später fuhren die Autos vor uns und wir hingen uns gleich hinten ran. Noch 10min bis der Zug kommt. Ich hatte auch keine Ahnung wo das Gleis liegen soll. Also sind wir mit Highspeed durch Brandenburg gefahren und alle Ampeln waren, Gott sei Dank, GRÜN :)

 Ich bin 3min bevor der Zug ankam am Bahnhof gewesen. PREIS DEM HERRN! 


Samstag, 5. Juli 2014

Petah Tikva

Jetzt weiß ich endlich wo es hingeht. Ich werde in Petah Tikva ein Jahr verbringen. Wie viele von euch wissen, bin ich schon innerlich davon ausgegangen, dass ich nach Haifa gehe, aber da hat Gott sich wohl was anderes mit mir ausgedacht. Diese Entscheidung muss ich lernen zu akzeptieren, denn ich habe mich schon auf meine täglichen Ausflüge zum Strand gefreut.

In Petah Tikva werde ich in einem geriatrischen Zentrum (Altersheim) arbeiten, das man dort auch "Givat Hashlosha" nennt. Dort werde ich mich dann mit dieser fremden Sprache näher auseinandersetzen müssen. Jede Wette, dass ich nach einem Jahr mich auf Hebräisch unterhalten kann. Das ist ja das mindeste. 

Hier noch ein paar Bilder, wie es da so aussieht:



Ganz so weit vom Wasser bin ich ja auch nicht entfernt :)